Project Gutenberg's Der Dichter und das Phantasieren, by Sigmund Freud

This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
almost no restrictions whatsoever.  You may copy it, give it away or
re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
with this eBook or online at www.gutenberg.org


Title: Der Dichter und das Phantasieren

Author: Sigmund Freud

Release Date: May 18, 2009 [EBook #28863]

Language: German

Character set encoding: ISO-8859-1

*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DER DICHTER UND DAS PHANTASIEREN ***




Produced by Jana Srna and the Online Distributed
Proofreading Team at https://www.pgdp.net






  [ Anmerkungen zur Transkription:

    Der Text stammt aus: Neue Revue. Halbmonatschrift fr das ffentliche
    Leben 1 (1907/08). S.716-724.

    Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden bernommen;
    lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Eine Liste
    der vorgenommenen nderungen findet sich am Ende des Textes.

    Im Original gesperrt gedruckter Text wurde mit _ markiert.
  ]




                   Der Dichter und das Phantasieren.

                                  Von
                    Prof. Dr. _Sigm. Freud_ (Wien).


Uns Laien hat es immer mchtig gereizt zu wissen, woher diese merkwrdige
Persnlichkeit, der Dichter, seine Stoffe nimmt -- etwa im Sinne der
Frage, die jener Kardinal an den Ariosto richtete--, und wie er es
zustande bringt, uns mit ihnen so zu ergreifen, Erregungen in uns
hervorzurufen, deren wir uns vielleicht nicht einmal fr fhig gehalten
htten. Unser Interesse hierfr wird nur gesteigert durch den Umstand,
da der Dichter selbst, wenn wir ihn befragen, uns keine oder keine
befriedigende Auskunft gibt, und wird gar nicht gestrt durch unser
Wissen, da die beste Einsicht in die Bedingungen der dichterischen
Stoffwahl und in das Wesen der poetischen Gestaltungskunst nichts dazu
beitragen wrde, uns selbst zu Dichtern zu machen.

Wenn wir wenigstens bei uns oder bei unsergleichen eine dem Dichten
irgendwie verwandte Ttigkeit auffinden knnten! Die Untersuchung
derselben liee uns hoffen, eine erste Aufklrung ber das Schaffen des
Dichters zu gewinnen. Und wirklich, dafr ist Aussicht vorhanden; -- die
Dichter selbst lieben es ja, den Abstand zwischen ihrer Eigenart und
allgemein menschlichem Wesen zu verringern; sie versichern uns so
hufig, da in jedem Menschen ein Dichter stecke; und da der letzte
Dichter erst mit dem letzten Menschen sterben werde.

Sollten wir die ersten Spuren dichterischer Bettigung nicht schon beim
Kinde suchen? Die liebste und intensivste Beschftigung des Kindes ist
das Spiel. Vielleicht drfen wir sagen: jedes spielende Kind benimmt
sich wie ein Dichter, indem es sich eine eigene Welt erschafft, oder,
richtiger gesagt, die Dinge seiner Welt in eine neue, ihm gefllige
Ordnung versetzt. Es wre dann unrecht, zu meinen, es nhme diese Welt
nicht ernst; im Gegenteile, es nimmt sein Spiel sehr ernst, es verwendet
groe Affektbetrge darauf. Der Gegensatz zu Spiel ist nicht Ernst,
sondern -- Wirklichkeit. Das Kind unterscheidet seine Spielwelt sehr
wohl, trotz aller Affektbesetzung, von der Wirklichkeit und lehnt seine
imaginierten Objekte und Verhltnisse gerne an greifbare und sichtbare
Dinge der wirklichen Welt an. Nichts anderes als diese Anlehnung
unterscheidet das Spielen des Kindes noch vom Phantasieren.

Der Dichter tut nun dasselbe wie das spielende Kind; er erschafft eine
Phantasiewelt, die er sehr ernst nimmt, d.h. mit groen Affektbetrgen
ausstattet, whrend er sie von der Wirklichkeit scharf sondert. Und die
Sprache hat diese Verwandtschaft von Kinderspiel und poetischem Schaffen
festgehalten, indem sie solche Veranstaltungen des Dichters, welche der
Anlehnung an greifbare Objekte bedrfen, welche der Darstellung fhig
sind, als _Spiele_: _Lustspiel_, _Trauerspiel_, und die Person, welche
sie darstellt, als _Schauspieler_ bezeichnet. Aus der Unwirklichkeit der
dichterischen Welt ergeben sich aber sehr wichtige Folgen fr die
knstlerische Technik, denn vieles, was als real nicht Genu bereiten
knnte, kann dies doch im Spiel der Phantasie, viele an sich eigentlich
peinliche Erregungen knnen fr den Hrer und Zuschauer des Dichters zur
Quelle der Lust werden.

Verweilen wir einer anderen Beziehung wegen noch einen Augenblick bei
dem Gegensatz von Wirklichkeit und Spiel! Wenn das Kind herangewachsen
ist und aufgehrt hat zu spielen, wenn es sich durch Jahrzehnte seelisch
bemht hat, die Wirklichkeiten des Lebens mit dem erforderlichen Ernst
zu erfassen, so kann es eines Tages in eine seelische Disposition
geraten, welche den Gegensatz zwischen Spiel und Wirklichkeit wieder
aufhebt. Der Erwachsene kann sich darauf besinnen, mit welchem hohen
Ernst er einst seine Kinderspiele betrieb, und indem er nun seine
vorgeblich ernsten Beschftigungen jenen Kinderspielen gleichstellt,
wirft er die allzu schwere Bedrckung durch das Leben ab und erringt
sich den hohen Lustgewinn des _Humors_.

Der Heranwachsende hrt also auf zu spielen, er verzichtet scheinbar auf
den Lustgewinn, den er aus dem Spiele bezog. Aber wer das Seelenleben
des Menschen kennt, der wei, da ihm kaum etwas anderes so schwer wird
wie der Verzicht auf einmal gekannte Lust. Eigentlich knnen wir auf
nichts verzichten, wir vertauschen nur eines mit dem anderen; was ein
Verzicht zu sein scheint, ist in Wirklichkeit eine Ersatz- oder
Surrogatbildung. So gibt auch der Heranwachsende, wenn er aufhrt zu
spielen, nichts anderes auf als die Anlehnung an reale Effekte; anstatt
zu _spielen_, _phantasiert_ er jetzt. Er baut sich Luftschlsser,
schafft das, was man Tagtrume nennt. Ich glaube, da die meisten
Menschen zuzeiten ihres Lebens Phantasien bilden. Es ist das eine
Tatsache, die man lange Zeit bersehen und deren Bedeutung man darum
nicht genug gewrdigt hat.

Das Phantasieren der Menschen ist weniger leicht zu beobachten als das
Spielen der Kinder. Das Kind spielt zwar auch allein oder es bildet mit
andern Kindern ein geschlossenes psychisches System zum Zwecke des
Spieles, aber wenn es auch den Erwachsenen nichts vorspielt, so verbirgt
es doch sein Spielen nicht vor ihnen. Der Erwachsene aber schmt sich
seiner Phantasien und versteckt sie vor anderen, er hegt sie als seine
eigensten Intimitten, er wrde in der Regel lieber seine Vergehungen
eingestehen als seine Phantasien mitteilen. Es mag vorkommen, da er
sich darum fr den einzigen hlt, der solche Phantasien bildet, und von
der allgemeinen Verbreitung ganz hnlicher Schpfungen bei anderen
nichts ahnt. Dies verschiedene Verhalten des Spielenden und des
Phantasierenden findet seine gute Begrndung in den Motiven der beiden
einander doch fortsetzenden Ttigkeiten.

Das Spielen des Kindes wurde von Wnschen dirigiert, eigentlich von dem
einen Wunsche, der das Kind erziehen hilft, vom Wunsche: gro und
erwachsen zu sein. Es spielt immer gro sein, imitiert im Spiel, was
ihm vom Leben der Groen bekannt geworden ist. Es hat nun keinen Grund,
diesen Wunsch zu verbergen. Anders der Erwachsene: dieser wei
einerseits, da man von ihm erwartet, nicht mehr zu spielen oder zu
phantasieren, sondern in der wirklichen Welt zu handeln, und anderseits
sind unter den seine Phantasien erzeugenden Wnschen manche, die es
berhaupt zu verbergen not tut; darum schmt er sich seines
Phantasierens als kindisch und als unerlaubt.

Sie werden fragen, woher man denn ber das Phantasieren der Menschen so
genau Bescheid wisse, wenn es von ihnen mit soviel Geheimtun verhllt
wird? Nun, es gibt eine Gattung von Menschen, denen zwar nicht ein Gott,
aber eine strenge Gttin -- die Notwendigkeit -- den Auftrag erteilt
hat, zu sagen, was sie leiden und woran sie sich erfreuen. Es sind dies
die Nervsen, die dem Arzte, von dem sie Herstellung durch psychische
Behandlung erwarten, auch ihre Phantasien eingestehen mssen; aus dieser
Quelle stammt unsere beste Kenntnis, und wir sind dann zu der wohl
begrndeten Vermutung gelangt, da unsere Kranken uns nicht anderes
mitteilen, als was wir auch von den Gesunden erfahren knnten.

Gehen wir daran, einige der Charaktere des Phantasierens kennen zu
lernen. Man darf sagen, der Glckliche phantasiert nie, nur der
Unbefriedigte. Unbefriedigte Wnsche sind die Triebkrfte der
Phantasien, und jede einzelne Phantasie ist eine Wunscherfllung, eine
Korrektur der unbefriedigenden Wirklichkeit. Die treibenden Wnsche sind
verschieden je nach Geschlecht, Charakter und Lebensverhltnissen der
phantasierenden Persnlichkeit; sie lassen sich aber ohne Zwang nach
zwei Hauptrichtungen gruppieren. Es sind entweder ehrgeizige Wnsche,
welche der Erhhung der Persnlichkeit dienen, oder erotische. Beim
jungen Weib herrschen die erotischen Wnsche fast ausschlieend, denn
sein Ehrgeiz wird in der Regel vom Liebesstreben aufgezehrt; beim jungen
Mann sind neben den erotischen die eigenschtigen und ehrgeizigen
Wnsche vordringlich genug. Doch wollen wir nicht den Gegensatz beider
Richtungen, sondern vielmehr deren hufige Vereinigung betonen; wie in
vielen Altarbildern in einer Ecke das Bildnis des Stifters sichtbar ist,
so knnen wir an den meisten ehrgeizigen Phantasien in irgendeinem
Winkel die Dame entdecken, fr die der Phantast all diese Heldentaten
vollfhrt, der er alle Erfolge zu Fen legt. Sie sehen, hier liegen
genug starke Motive zum Verbergen vor; dem wohlerzogenen Weib wird ja
berhaupt nur ein Minimum von erotischer Bedrftigkeit zugebilligt, und
der junge Mann soll das berma von Selbstgefhl, welches er aus der
Verwhnung der Kindheit mitbringt, zum Zwecke der Einordnung in die an
hnlich anspruchsvollen Individuen so reiche Gesellschaft unterdrcken
lernen.

Die Produkte dieser phantasierenden Ttigkeit, der einzelnen Phantasien,
Luftschlsser oder Tagtrume drfen wir uns nicht als starr und
unvernderlich vorstellen. Sie schmiegen sich vielmehr den wechselnden
Lebenseindrcken an, verndern sich mit jeder Schwankung der Lebenslage,
empfangen von jedem wirksamen, neuen Eindruck eine sogenannte Zeitmarke.
Das Verhltnis der Phantasie zur Zeit ist berhaupt sehr bedeutsam. Man
darf sagen: eine Phantasie schwebt gleichsam zwischen drei Zeiten, den
drei Zeitmomenten unseres Vorstellens. Die seelische Arbeit knpft an
einen aktuellen Eindruck, einen Anla in der Gegenwart an, der imstande
war, einen der groen Wnsche der Person zu wecken, greift von da aus
auf die Erinnerung eines frheren, meist infantilen, Erlebnisses zurck,
in dem jener Wunsch erfllt war, und schafft nun eine auf die Zukunft
bezogene Situation, welche sich als die Erfllung jenes Wunsches
darstellt, eben den Tagtraum oder die Phantasie, die nun die Spuren
ihrer Herkunft vom Anla und von der Erinnerung an sich trgt. Also
Vergangenes, Gegenwrtiges, Zuknftiges wie an der Schnur des
durchlaufenden Wunsches aneinandergereiht.

Das banalste Beispiel mag Ihnen meine Aufstellung erlutern. Nehmen Sie
den Fall eines armen und verwaisten Jnglings an, dem Sie die Adresse
eines Arbeitgebers genannt haben, bei welchem er vielleicht eine
Anstellung finden kann. Auf dem Wege dahin mag er sich in einem Tagtraum
ergehen, wie er angemessen aus seiner Situation entspringt. Der Inhalt
dieser Phantasie wird etwa sein, da er dort angenommen wird, seinem
neuen Chef gefllt, sich im Geschft unentbehrlich macht, in die Familie
des Herrn gezogen wird, das reizende Tchterchen des Hauses heiratet und
dann selbst als Mitbesitzer wie spter als Nachfolger das Geschft leitet.
Und dabei hat sich der Trumer ersetzt, was er in der glcklichen
Kindheit besessen, das schtzende Haus, die liebenden Eltern und die
ersten Objekte seiner zrtlichen Neigung. Sie sehen an solchem Beispiel,
wie der Wunsch einen Anla der Gegenwart bentzt, um sich nach dem
Muster der Vergangenheit ein Zukunftsbild zu entwerfen.

Es wre noch vielerlei ber die Phantasien zu sagen; ich will mich
aber auf die knappsten Andeutungen beschrnken. Das berwuchern und
bermchtigwerden der Phantasien stellt die Bedingungen fr den Verfall
in Neurose oder Psychose her; die Phantasien sind auch die nchsten
seelischen Vorstufen der Leidenssymptome, ber welche unsere Kranken
klagen. Hier zweigt ein breiter Seitenweg zur Pathologie ab.

Nicht bergehen kann ich aber die Beziehung der Phantasien zum Traum.
Auch unsere nchtlichen Trume sind nichts anderes als solche Phantasien,
wie wir durch die Deutung der Trume evident machen knnen.[1] Die
Sprache hat in ihrer unbertrefflichen Weisheit die Frage nach dem Wesen
der Trume lngst entschieden, indem sie die luftigen Schpfungen
Phantasierender auch _Tagtrume_ nennen lie. Wenn trotz dieses
Fingerzeiges der Sinn unserer Trume uns zumeist undeutlich bleibt, so
rhrt dies von dem einen Umstand her, da nchtlicherweile auch solche
Wnsche in uns rege werden, deren wir uns schmen, und die wir vor uns
selbst verbergen mssen, die eben darum verdrngt, ins Unbewute
geschoben wurden. Solchen verdrngten Wnschen und ihren Abkmmlingen
kann nun kein anderer als ein arg entstellter Ausdruck gegnnt werden.
Nachdem die Aufklrung der Traum_entstellung_ der wissenschaftlichen
Arbeit gelungen war, fiel es nicht mehr schwer zu erkennen, da die
nchtlichen Trume ebensolche Wunscherfllungen sind wie die Tagtrume,
die uns allen so wohl bekannten Phantasien.

  [1] Vgl. des Verf. Traumdeutung. Wien 1907.

Soviel von den Phantasien, und nun zum Dichter! Drfen wir wirklich den
Versuch machen, den Dichter mit dem Trumer am hellichten Tag, seine
Schpfungen mit Tagtrumen zu vergleichen? Da drngt sich wohl eine
erste Unterscheidung auf; wir mssen die Dichter, die fertige Stoffe
bernehmen, wie die alten Epiker und Tragiker, sondern von jenen, die
ihre Stoffe frei zu schaffen scheinen. Halten wir uns an die letzteren
und suchen wir fr unsere Vergleichung nicht gerade jene Dichter
aus, die von der Kritik am hchsten geschtzt werden, sondern die
anspruchsloseren Erzhler von Romanen, Novellen und Geschichten, die
dafr die zahlreichsten und eifrigsten Leser und Leserinnen finden. An
den Schpfungen dieser Erzhler mu uns vor allem ein Zug auffllig
werden; sie alle haben einen Helden, der im Mittelpunkt des Interesses
steht, fr den der Dichter unsere Sympathie mit allen Mitteln zu
gewinnen sucht, und den er wie mit einer besonderen Vorsehung zu
beschtzen scheint. Wenn ich am Ende eines Romankapitels den Helden
bewutlos, aus schweren Wunden blutend, verlassen habe, so bin ich
sicher, ihn zu Beginn des nchsten in sorgsamster Pflege und auf
dem Wege der Herstellung zu finden, und wenn der erste Band mit dem
Untergang des Schiffes im Seesturm geendigt hat, auf dem unser Held
sich befand, so bin ich sicher, zu Anfang des zweiten Bandes von seiner
wunderbaren Rettung zu lesen, ohne die der Roman ja keinen Fortgang
htte. Das Gefhl der Sicherheit, mit dem ich den Helden durch seine
gefhrlichen Schicksale begleite, ist das nmliche, mit dem ein
wirklicher Held sich ins Wasser strzt, um einen Ertrinkenden zu retten,
oder sich dem feindlichen Feuer aussetzt, um eine Batterie zu strmen;
jenes eigentliche Heldengefhl, dem einer unserer besten Dichter den
kstlichen Ausdruck geschenkt hat: Es kann dir nix g'schehn.[2] Ich
meine aber, an diesem verrterischen Merkmal der Unverletzlichkeit
erkennt man ohne Mhe -- Seine Majestt das Ich, den Helden aller
Tagtrume wie aller Romane.

  [2] Anzengruber.

Noch andere typische Zge dieser egozentrischen Erzhlungen deuten auf
die gleiche Verwandtschaft hin. Wenn sich stets alle Frauen des Romans
in den Helden verlieben, so ist das kaum als Wirklichkeitsschilderung
aufzufassen, aber leicht als notwendiger Bestand des Tagtraums zu
verstehen. Ebenso wenn die anderen Personen des Romans sich scharf in
gute und bse scheiden, unter Verzicht auf die in der Realitt zu
beobachtende Buntheit menschlicher Charaktere; die guten sind eben
die Helfer, die bsen aber die Feinde und Konkurrenten des zum Helden
gewordenen Ichs.

Wir verkennen nun keineswegs, da sehr viele dichterische Schpfungen
sich von dem Vorbild des naiven Tagtraums weit entfernt halten, aber ich
kann doch die Vermutung nicht unterdrcken, da auch die extremsten
Abweichungen durch eine lckenlose Reihe von bergngen mit diesem
Modell in Beziehung gesetzt werden knnten. Noch in vielen der
sogenannten psychologischen Romane ist mir aufgefallen, da nur eine
Person, wiederum der Held, von innen geschildert wird; in ihrer Seele
sitzt gleichsam der Dichter und schaut die anderen Personen von auen
an. Der psychologische Roman verdankt im ganzen wohl seine Besonderheit
der Neigung des modernen Dichters, sein Ich durch Selbstbeobachtung in
Partial-Ichs zu zerspalten und demzufolge die Konfliktstrmungen seines
Seelenlebens in mehreren Helden zu personifizieren. In einem ganz
besonderen Gegensatz zum Typus des Tagtraumes scheinen die Romane zu
stehen, die man als exzentrische bezeichnen knnte, in denen die als
Held eingefhrte Person die geringste ttige Rolle spielt, vielmehr wie
ein Zuschauer die Taten und Leiden der anderen an sich vorberziehen
sieht. Solcher Art sind mehrere der spteren Romane _Zolas_. Doch mu
ich bemerken, da die psychologische Analyse nicht dichtender, in
manchen Stcken von der sogenannten Norm abweichender Individuen uns
analoge Variationen der Tagtrume kennen gelehrt hat, in denen sich das
Ich mit der Rolle des Zuschauers bescheidet.

Wenn unsere Gleichstellung des Dichters mit dem Tagtrumer, der
poetischen Schpfung mit dem Tagtraum wertvoll werden soll, so mu sie
sich vor allem in irgend einer Art fruchtbar erweisen. Versuchen wir
etwa, unseren vorhin aufgestellten Satz von der Beziehung der Phantasie
zu den drei Zeiten und zum durchlaufenden Wunsche auf die Werke der
Dichter anzuwenden und die Beziehungen zwischen dem Leben des Dichters
und seinen Schpfungen mit dessen Hilfe zu studieren. Man hat in der
Regel nicht gewut, mit welchen Erwartungsvorstellungen man an dieses
Problem herangehen soll; hufig hat man sich diese Beziehung viel zu
einfach vorgestellt. Von der an den Phantasien gewonnenen Einsicht her
mten wir folgenden Sachverhalt erwarten: Ein starkes aktuelles
Erlebnis weckt im Dichter die Erinnerung an ein frheres, meist der
Kindheit angehriges Erlebnis auf, von welchem nun der Wunsch ausgeht,
der sich in der Dichtung seine Erfllung schafft; die Dichtung selbst
lt sowohl Elemente des frischen Anlasses als auch der alten Erinnerung
erkennen.

Erschrecken Sie nicht ber die Kompliziertheit dieser Formel; ich vermute,
da sie sich in Wirklichkeit als ein zu drftiges Schema erweisen wird,
aber eine erste Annherung an den realen Sachverhalt knnte doch in ihr
enthalten sein, und nach einigen Versuchen, die ich unternommen habe,
sollte ich meinen, da eine solche Betrachtungsweise dichterischer
Produktionen nicht unfruchtbar ausfallen kann. Sie vergessen nicht, da
die vielleicht befremdende Betonung der Kindheitserinnerung im Leben
des Dichters sich in letzter Linie von der Voraussetzung ableitet, da
die Dichtung wie der Tagtraum Fortsetzung und Ersatz des einstigen
kindlichen Spielens ist.

Versumen wir nicht, auf jene Klasse von Dichtungen zurckzugreifen, in
denen wir nicht freie Schpfungen, sondern Bearbeitungen fertiger und
bekannter Stoffe erblicken mssen. Auch dabei verbleibt dem Dichter ein
Stck Selbstndigkeit, das sich in der Auswahl des Stoffes und in der
oft weitgehenden Abnderung desselben uern darf. Soweit die Stoffe
aber gegeben sind, entstammen sie dem Volksschatze an Mythen, Sagen und
Mrchen. Die Untersuchungen dieser vlkerpsychologischen Bildungen ist
nun keineswegs abgeschlossen, aber es ist z.B. von den Mythen durchaus
wahrscheinlich, da sie den entstellten berresten von Wunschphantasien
ganzer Nationen, den _Skulartrumen_ der jungen Menschheit entsprechen.

Sie werden sagen, da ich Ihnen von den Phantasien weit mehr erzhlt habe,
als vom Dichter, den ich doch im Titel meines Vortrages vorangestellt.
Ich wei das und versuche es durch den Hinweis auf den heutigen Stand
unserer Erkenntnis zu entschuldigen. Ich konnte Ihnen nur Anregungen und
Aufforderungen bringen, die von dem Studium der Phantasien her auf das
Problem der dichterischen Stoffwahl bergreifen. Das andere Problem, mit
welchen Mitteln der Dichter bei uns die Affektwirkungen erziele, die er
durch seine Schpfungen hervorruft, haben wir berhaupt noch nicht
berhrt. Ich mchte Ihnen wenigstens noch zeigen, welcher Weg von
unseren Errterungen ber die Phantasien zu den Problemen der poetischen
Effekte fhrt.

Sie erinnern sich, wir sagten, da der Tagtrumer seine Phantasien vor
anderen sorgfltig verbirgt, weil er Grnde versprt, sich ihrer zu
schmen. Ich fge nun hinzu, selbst wenn er sie uns mitteilen wrde,
knnte er uns durch solche Enthllung keine Lust bereiten. Wir werden
von solchen Phantasien, wenn wir sie erfahren, abgestoen oder bleiben
hchstens khl gegen sie. Wenn aber der Dichter uns seine Spiele
vorspielt oder uns das erzhlt, was wir fr seine persnlichen Tagtrume
zu erklren geneigt sind, so empfinden wir hohe, wahrscheinlich aus
vielen Quellen zusammenflieende Lust. Wie der Dichter das zustande
bringt, das ist sein eigenstes Geheimnis; in der Technik der berwindung
jener Abstoung, die gewi mit den Schranken zu tun hat, welche sich
zwischen jedem einzelnen Ich und den anderen erheben, liegt die
eigentliche Ars poetica. Zweierlei Mittel dieser Technik knnen wir
erraten: Der Dichter mildert den Charakter des egoistischen Tagtraumes
durch Abnderungen und Verhllungen und besticht uns durch rein formalen
d.h. sthetischen Lustgewinn, den er uns in der Darstellung seiner
Phantasien bietet. Man nennt einen solchen Lustgewinn, der uns geboten
wird, um mit ihm die Entbindung grerer Lust aus tiefer reichenden
psychischen Quellen zu ermglichen, eine _Verlockungsprmie_ oder eine
_Vorlust_. Ich bin der Meinung, da alle sthetische Lust, die uns der
Dichter verschafft, den Charakter solcher Vorlust trgt, und da der
eigentliche Genu des Dichtwerkes aus der Befreiung von Spannungen in
unserer Seele hervorgeht. Vielleicht trgt es sogar zu diesem Erfolg
nicht wenig bei, da uns der Dichter in den Stand setzt, unsere eigenen
Phantasien nunmehr ohne Vorwurf und ohne Schmen zu genieen. Hier
stnden wir nun am Eingange neuer interessanter und verwickelter
Untersuchungen, aber, wenigstens fr diesmal, am Ende unserer
Errterungen.




  [ Im folgenden werden alle genderten Textzeilen angefhrt, wobei
    jeweils zuerst die Zeile wie im Original, danach die genderte Zeile
    steht.

  ausstattet whrend er sie von der Wirklichkeit scharf sondert. Und die
  ausstattet, whrend er sie von der Wirklichkeit scharf sondert. Und die

  nichts verzichten, wir vertauschen nur einer mit dem anderen; was ein
  nichts verzichten, wir vertauschen nur eines mit dem anderen; was ein

  zu _spielen_ _phantasiert_ er jetzt. Er baut sich Luftschlsser,
  zu _spielen_, _phantasiert_ er jetzt. Er baut sich Luftschlsser,

  nichts ahnt. Dies verschiedene Verhalten des Spielenden und der
  nichts ahnt. Dies verschiedene Verhalten des Spielenden und des

  ]





End of Project Gutenberg's Der Dichter und das Phantasieren, by Sigmund Freud

*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DER DICHTER UND DAS PHANTASIEREN ***

***** This file should be named 28863-8.txt or 28863-8.zip *****
This and all associated files of various formats will be found in:
        https://www.gutenberg.org/2/8/8/6/28863/

Produced by Jana Srna and the Online Distributed
Proofreading Team at https://www.pgdp.net


Updated editions will replace the previous one--the old editions
will be renamed.

Creating the works from public domain print editions means that no
one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
(and you!) can copy and distribute it in the United States without
permission and without paying copyright royalties.  Special rules,
set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to
protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark.  Project
Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you
charge for the eBooks, unless you receive specific permission.  If you
do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
rules is very easy.  You may use this eBook for nearly any purpose
such as creation of derivative works, reports, performances and
research.  They may be modified and printed and given away--you may do
practically ANYTHING with public domain eBooks.  Redistribution is
subject to the trademark license, especially commercial
redistribution.



*** START: FULL LICENSE ***

THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK

To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
distribution of electronic works, by using or distributing this work
(or any other work associated in any way with the phrase "Project
Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
Gutenberg-tm License (available with this file or online at
https://gutenberg.org/license).


Section 1.  General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
electronic works

1.A.  By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
and accept all the terms of this license and intellectual property
(trademark/copyright) agreement.  If you do not agree to abide by all
the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.

1.B.  "Project Gutenberg" is a registered trademark.  It may only be
used on or associated in any way with an electronic work by people who
agree to be bound by the terms of this agreement.  There are a few
things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
even without complying with the full terms of this agreement.  See
paragraph 1.C below.  There are a lot of things you can do with Project
Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
works.  See paragraph 1.E below.

1.C.  The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
Gutenberg-tm electronic works.  Nearly all the individual works in the
collection are in the public domain in the United States.  If an
individual work is in the public domain in the United States and you are
located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
are removed.  Of course, we hope that you will support the Project
Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
the work.  You can easily comply with the terms of this agreement by
keeping this work in the same format with its attached full Project
Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.

1.D.  The copyright laws of the place where you are located also govern
what you can do with this work.  Copyright laws in most countries are in
a constant state of change.  If you are outside the United States, check
the laws of your country in addition to the terms of this agreement
before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
creating derivative works based on this work or any other Project
Gutenberg-tm work.  The Foundation makes no representations concerning
the copyright status of any work in any country outside the United
States.

1.E.  Unless you have removed all references to Project Gutenberg:

1.E.1.  The following sentence, with active links to, or other immediate
access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
copied or distributed:

This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
almost no restrictions whatsoever.  You may copy it, give it away or
re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
with this eBook or online at www.gutenberg.org

1.E.2.  If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
and distributed to anyone in the United States without paying any fees
or charges.  If you are redistributing or providing access to a work
with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
1.E.9.

1.E.3.  If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
with the permission of the copyright holder, your use and distribution
must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
terms imposed by the copyright holder.  Additional terms will be linked
to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
permission of the copyright holder found at the beginning of this work.

1.E.4.  Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
License terms from this work, or any files containing a part of this
work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.

1.E.5.  Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
electronic work, or any part of this electronic work, without
prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
active links or immediate access to the full terms of the Project
Gutenberg-tm License.

1.E.6.  You may convert to and distribute this work in any binary,
compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
word processing or hypertext form.  However, if you provide access to or
distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
form.  Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
License as specified in paragraph 1.E.1.

1.E.7.  Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.

1.E.8.  You may charge a reasonable fee for copies of or providing
access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided
that

- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
     the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
     you already use to calculate your applicable taxes.  The fee is
     owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
     has agreed to donate royalties under this paragraph to the
     Project Gutenberg Literary Archive Foundation.  Royalty payments
     must be paid within 60 days following each date on which you
     prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
     returns.  Royalty payments should be clearly marked as such and
     sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
     address specified in Section 4, "Information about donations to
     the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."

- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
     you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
     does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
     License.  You must require such a user to return or
     destroy all copies of the works possessed in a physical medium
     and discontinue all use of and all access to other copies of
     Project Gutenberg-tm works.

- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
     money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
     electronic work is discovered and reported to you within 90 days
     of receipt of the work.

- You comply with all other terms of this agreement for free
     distribution of Project Gutenberg-tm works.

1.E.9.  If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
electronic work or group of works on different terms than are set
forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark.  Contact the
Foundation as set forth in Section 3 below.

1.F.

1.F.1.  Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
collection.  Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
works, and the medium on which they may be stored, may contain
"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or
corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual
property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by
your equipment.

1.F.2.  LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
liability to you for damages, costs and expenses, including legal
fees.  YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
PROVIDED IN PARAGRAPH F3.  YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
DAMAGE.

1.F.3.  LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
written explanation to the person you received the work from.  If you
received the work on a physical medium, you must return the medium with
your written explanation.  The person or entity that provided you with
the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
refund.  If you received the work electronically, the person or entity
providing it to you may choose to give you a second opportunity to
receive the work electronically in lieu of a refund.  If the second copy
is also defective, you may demand a refund in writing without further
opportunities to fix the problem.

1.F.4.  Except for the limited right of replacement or refund set forth
in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.

1.F.5.  Some states do not allow disclaimers of certain implied
warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
the applicable state law.  The invalidity or unenforceability of any
provision of this agreement shall not void the remaining provisions.

1.F.6.  INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
with this agreement, and any volunteers associated with the production,
promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
that arise directly or indirectly from any of the following which you do
or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.


Section  2.  Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
electronic works in formats readable by the widest variety of computers
including obsolete, old, middle-aged and new computers.  It exists
because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the
assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
remain freely available for generations to come.  In 2001, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
and the Foundation web page at https://www.pglaf.org.


Section 3.  Information about the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
Revenue Service.  The Foundation's EIN or federal tax identification
number is 64-6221541.  Its 501(c)(3) letter is posted at
https://pglaf.org/fundraising.  Contributions to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
throughout numerous locations.  Its business office is located at
809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
business@pglaf.org.  Email contact links and up to date contact
information can be found at the Foundation's web site and official
page at https://pglaf.org

For additional contact information:
     Dr. Gregory B. Newby
     Chief Executive and Director
     gbnewby@pglaf.org


Section 4.  Information about Donations to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
spread public support and donations to carry out its mission of
increasing the number of public domain and licensed works that can be
freely distributed in machine readable form accessible by the widest
array of equipment including outdated equipment.  Many small donations
($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating
charities and charitable donations in all 50 states of the United
States.  Compliance requirements are not uniform and it takes a
considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
with these requirements.  We do not solicit donations in locations
where we have not received written confirmation of compliance.  To
SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
particular state visit https://pglaf.org

While we cannot and do not solicit contributions from states where we
have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
against accepting unsolicited donations from donors in such states who
approach us with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make
any statements concerning tax treatment of donations received from
outside the United States.  U.S. laws alone swamp our small staff.

Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
methods and addresses.  Donations are accepted in a number of other
ways including including checks, online payments and credit card
donations.  To donate, please visit: https://pglaf.org/donate


Section 5.  General Information About Project Gutenberg-tm electronic
works.

Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm
concept of a library of electronic works that could be freely shared
with anyone.  For thirty years, he produced and distributed Project
Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.


Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
unless a copyright notice is included.  Thus, we do not necessarily
keep eBooks in compliance with any particular paper edition.


Most people start at our Web site which has the main PG search facility:

     https://www.gutenberg.org

This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
